Von Knysna führt die N2 durch die wunderschöne Küstenlandschaft der Garden Route und bietet Ausblicke auf die Outeniqua Berge, die Seen, Dünenlandschaften und den Indischen Ozean. Sie passieren die Küstenorte Sedgefield und Wilderness und fahren in George die N9 Richtung Oudtshoorn. Kurz von dem Outeniqua Pass geht rechts eine Sandstraße ab zum Montague Pass.

Der Montagu Pass wurde von 230 Strafgefangenen in den Jahren 1844 bis 1847 gebaut. Er ist der älteste unveränderte Pass in Südafrika. Im Jahre 1972 wurde er zum National Monument erklärt.

Benannt wurde der Pass nach dem britischen Kolonialsekretär John Montagu, während dessen Amtszeit viele Pässe und Straßen und wichtige Verkehrsverbindungen entstanden sind. Auch der Ort Montagu in den Winelands wurde nach John Montagu benannt.

Teil 1: George - Montagu Pass

Die Strecke führt über eine Sandstraße und ist teilweise nur einspurig, trotzdem kann sie mit einem normalen PKW befahren werden. Sie sollten jedoch genügend Zeit einplanen und auch damit rechnen, bei Gegenverkehr bis zu nächsten Ausweichstelle ein längeres Stück rückwärts fahren zu müssen.

Es erwartet Sie beeindruckende Landschaft und herrliche Ausblicke auf den Outeniqua Pass und die Outeniqua Berge. Man überquert Bachläufe und im Frühling säumen hunderte blühender Proteen den Wegesrand. Unterwegs passiert man die Überreste einer alten Schmiede, das alte Zollhaus und fährt unterhalb der Viadukte der alten Eisenbahntrasse. Hier fährt immer noch der Outeniqua Power Van, eine alte Zugmaschine, mit der man von George aus auch eine Tour über den Pass buchen kann (Abfahrt und Buchung beim Outeniqua Transport Museum in George).

 

Montagu Pass TurnoffMontagu Pass RivercrossingMontagu PassMontagu Pass - Remains of Blacksmith's ShopMontagu Pass - old Viaduct of Railway LineMontagu PassMontagu PassOuteniqua MountainsOuteniqua Mountain with Flowering Protea

Das alte Zollhaus (Old Toll House) befindet sich am Fusse des Montagu Passes. Es wurde als Unterkunft für den Zöllner und seine Familie gebaut und war relativ klein für eine ganze Familie. Sandsteinfelsen aus der Umgebung wurden für den Bau verwendet und die Wände des Hauses sind ca. 700 mm dick. Die Aussenmasse des Hauses sind nur ca. 16,3 Meter lang und 6 Meter breit. Das ursprüngliche Dach war ein Thatchdach (Grasdach), das aber bei einem Feuer am 23. Juli 1855 zerstört wurde und durch ein Eisendach ersetzt wurde. Die Wände zur Strasse sind abgeschrägt und mit Fenstern versehen, so dass der Zöllner herankommenden Verkehr von beiden Seiten im Blick hatte. Tiere und Wägen mußten damals zum passieren des Passes Zoll bezahlen. Ein Tier, je nach Größe kostete damals 1 Penny und pro Wagenrad war ebenfalls 1 Penny zu entrichten. Die Straße war in schlechtem Zustand und oft blieben Wägen liegen. Deshalb befand sich auch etwas weiter hoch die Straße eine Schmiede. Diese Schmiede wurde leider Stein für Stein abgetragen und nur noch ein paar Überreste und ein Schild weisen auf die alte Schmiede hin.

Montagu Pass Old Tollhouse

Teil 2: Montagu Pass - Herold

Sobald man den Pass der Outeniqua Berge überquert hat, ändert sich die Landschaft und man kommt in eine ländliche Gegend, in der viel Landwirtschaft betrieben wird. In der kleinen, idyllisch gelegenen Ortschaft Herold an der Nordseite der Outeniqua Berge, hat man das Gefühl, die Zeit ist stehengeblieben und hier wird seit 1999 auch Wein angebaut. Die Outeniqua Herold Weine kann man Montag bis Samstag von 10.00h bis 16.00h probieren. Hier beginnt auch die Hopfenroute und entlang der Berghänge erstrecken sich weite Hopfenfelder.

Montagu PassOuteniqua Mountain and HopfieldsHerold Farmland at Outeniqua MountainsOuteniqua Mountains Herold FarmlandOuteniqua Mountains Herold FarmlandHerold and Outeniqua Mountains

Teil 3: Herold - Klein Karoo - Oudtshoorn

Je weiter man sich von den Bergen entfernt, desto karger und trockener wird die Landschaft. Nun befindet man sich in der kleinen Karoo und im Herzen der Straussenzucht-Farmen.

Teil 4: Oudtshoorn

Oudthoorn ist die bedeutendste Stadt der kleinen Karoo und in den Geschäften kann man viele schöne Straussenprodukte erwerben. Auch Straussenfarmen laden zu einem Besuch ein. Auf der Safari Straußenfarm werden stündlich Touren angeboten auf denen Ihnen alles zum Thema Strauße erklärt wird.  Eine weitere Attraktion in Outdshoorn sind die Cango Caves Tropfsteinhöhlen, eine der größten unterirdischen Höhlensysteme der Welt.

Teil 5: Oudtshoorn - Outeniqua Pass - George

Die Rückfahrt nach Knysna können Sie über den Outeniqua Pass machen. Dieser Pass ist eine gut ausgebaute Teerstraße und die Hauptverbindungsroute zwischen dem Inland und der Stadt George an der Garden Route. Es ist empfehlenswert, diesen landschaftlich auch sehr schönen Pass von Oudtshoorn aus zu fahren, da sie die Parkplätze und Aussichts-Haltepunkte nur von dieser Seite aus anfahren können. Am Aussichtspunkt „4 Passes“ kann man gleich 4 Passe sehen, den Outeniqua Pass, den Montagu Pass, den alten Cradock’s Pass und den Pass der Eisenbahnlinie.

Der Outeniqua Pass wurde in den Jahren 1942 bis 1951 gebaut, da der Montagu Pass den zunehmenden Verkehr nicht bewältigen konnte. Der Bau wurde mit 200 italienischen Kriegs-Strafgefangenen begonnen, die aber die harte Arbeit nicht gewohnt waren, da sie aus unterschiedlichen Berufen, wie zum Beispiel Friseure, Kellner und Bäcker kamen. Der Bau ging deshalb nur sehr zögerlich voran und nach Ende des 2. Weltkrieges war gerade mal 1/10 der Strecke fertig. Nach Ende des Krieges kehrten die Kriegsgefangenen in ihre Heimat zurück und das Projekt wurde mit südafrikanischen Arbeitern fertig gestellt, die an die schwere körperliche Arbeit gewöhnt waren.

Ein weiterer Ausbau des Passes erfolgte in den Jahren 1993 bis 1997, um das steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen.

Outeniqua HopOuteniqua HopOuteniqua PassOuteniqua PassOuteniqua PassOuteniqua PassOuteniqua PassOuteniqua Pass with view to Montagu Pass

Teil 5: George - Knysna

Wieder in George angekommen, können Sie die bequeme Rückfahrt über die N2 nach Knysna antreten oder Sie fahren die alte Seven Pass Road (Sieben Pässe Strasse), die durchs Hinterland führt und ca. 2 ½ Stunden dauert.